Alleine in Thailand Charissa Colorado, USATeil 1 - WirSindDu

Alleine in Thailand

Wie ist es ins Ausland auszuwandern -- Teil 1

Wenn man jemanden fragt, wie es ist, ins Ausland auszuwandern,

hört man wahrscheinlich Dinge wie “Es war die erstaunlichste Erfahrung meines Lebens” und “Alles in diesem Land ist sooooo kultiviert und die Leute sind so viel besser als hier, man würde es einfach nicht verstehen”. Lass mich euch sagen, diese Leute sind Lügner. Ich sage nicht, dass ein Umzug ins Ausland nicht lebensverändernd und augenöffnend ist und etwas, das jeder ausprobieren sollte, wenn er dazu geneigt ist. Ich sage nur, dass es verdammt hart ist und dass niemand jemals darüber spricht. Jeder spricht über seine Reisen durch eine rosarote Brille, gibt nur die Höhepunkte seiner Reisen wieder und lässt sie absolut erstaunlich klingen. Währenddessen lässt man absichtlich die anfänglichen Teile, wie einsam sie waren und die Kämpfe sich an die neue Kultur anzupassen, die völlige Hilflosigkeit und keine Ahnung zu haben was um dich ständig los ist, aus. Aber es gibt auch erstaunliche, augenöffnende und umwerfende Momente, wenn man eine Kultur aus erster Hand erlebt.

Das ist meine Geschichte.

Kehren wir zurück in den Sommer 2017, wo diese Geschichte beginnt. Nun, wie die Mehrheit der College-Studenten, denke ich kaum jemals vollständig über meine Entscheidungen und deren Konsequenzen nach, aber dadurch auf einem fortgeschrittenen Niveau: ich bin so etwas wie der Meister der gedankenlosen Entscheidungen. 

In jenem Sommer hatte ich offiziell beschlossen, dass ich ein Masterstudium abschließen wollte, weil ich noch nicht bereit war,

die nächsten 40 Jahre mit einem 9-17 Uhr-Job zu verbringen. Nennen Sie mich einen Anarchisten oder einen Hippie oder was auch immer, aber ich hatte das nette Unternehmenspraktikum oder was auch immer und war noch nicht bereit, mein Leben zu verpflichten, meine Seele wegzuarbeiten. 

Ich hatte Maschinenbau studiert und stand kurz vor meinem Abschluss im Dezember, als das Semester zu Ende war. Also fing ich an nach Universitäten zu suchen, an denen ich studieren konnte. Als ich mir alle Bewerbungen ansah, wurde mir klar, dass ich für eine Bewerbung in den USA eines Eintritts (GRE) -Testergebnis vorweisen musste, das ich noch nicht hatte. 

Also beschloss ich, mich einfach im Ausland zu bewerben, da dort kein GRE verlangt wurde. Weniger Arbeit, habe ich recht? Ich ging auf eine Website namens IEFA.org, die Stipendien für Studenten anbot, die im Ausland studieren wollten. Ich bewarb mich in Neuseeland, Thailand, Deutschland und an einer Handvoll anderer Universitäten.

Die Kasetsart Universität in Thailand war die erste, die geantwortet hat. Sie antworteten sogar schon am nächsten Tag.

Sie sagten, ich hätte tolle Qualifikationen und sie würden mich gerne annehmen. Sie hatten ein Stipendium speziell für englischsprachige Studenten, für das ich perfekt geeignet wäre. Einfach so, dachte ich: “Toll, keine Bewerbungen mehr!” Ich fing sofort an, die Schule zu recherchieren und da ich ziemlich leicht zu beeindrucken bin, hatte ich keine Zweifel, dass sie mir gefallen würde. Nach dem, was ich gelesen hatte, hatten sie ein umfangreiches Austauschprogramm für ausländische Studenten, was bedeutete, dass ich sofort viele englischsprachige Freunde haben könnte.

Mein Vater arbeitete auf dem Ölfeld, als ich aufwuchs, was hieß, dass wir viel im Ausland unterwegs waren.

Einer meiner Lieblingsdinge am Auslandsleben war, dass man sofort Freunde fand, sobald man ankam. Ich meine es ernst, ich kam in meine internationale Schule und sie baten mich, an demselben Abend zu sich nach Hause zu kommen, um zu spielen. Alle waren so auf der Flucht, sie wussten, dass sie jeden Tag woanders hingeschickt werden konnten, also verschwendeten sie keine Zeit damit, dich kennenzulernen, sie hießen dich immer sofort willkommen. Ich dachte, ein Auslandsstudium würde genauso sein.

Meine weiteren Recherchen ergaben, dass die Kasetsart University nur 20 Minuten vom Flughafen entfernt war,

was mich in große Träume versetzte. Ich dachte, dass ich an Wochenenden einfach reisen könnte, um Thailand zu entdecken, da lokale Hin- und Rückflüge nur etwa 70 Dollar kosten. In Wikipedia fand ich, dass alle thailändischen Studenten eine Englischprüfung bestehen mussten, also schien es eine große Chance zu geben, dass ich auch die thailändische Bevölkerung und Kultur kennenlernen könnte! Ich dachte daran, dass ich traurig sein würde, meine Familie zu verlassen, aber ich hatte die letzten 4 1/2 Jahre in Oklahoma gelebt als ich dort die Universität besuchte und sie lebten in Houston. Ich habe sie sowieso nur ein paar Mal im Jahr gesehen, also dachte ich nicht, dass es eine so große Umstellung sein würde. Ich wusste, dass der College-Abschluss bedeuten würde, dass alle meine Freunde und ich getrennte Wege gehen müssten, also dachte ich Thailand wäre ein guter Ort für einen Neuanfang. Allerdings legte ich mich nicht völlig fest. Ja, ich drängte darauf den Bewerbungsprozess für Kasetsart abzuschließen und ich beschloss bei weiteren Unis mich zu bewerben, um dadurch meine Optionen offenzuhalten.

Ich habe mein Semester an der Oklahoma State Universität beendet und komplett vergessen,

mich bei weiteren Unis zu bewerben. Ich hatte ein anstrengendes Semester, in dem ich Senior Design und zwei der schwersten Maschinenbau-Kurse im selben Semester belegte, dazu einen Teilzeit-Forschungsjob und einen Job an einer Rollschuhbahn, bei denen ich zusammen etwa 30 Stunden pro Woche arbeitete. Im November bekam ich einen offiziellen Zulassungsbescheid von der Kasetsart Universität und mein neuer Berater teilte mir mit, dass ich sofort mein Visum beantragen müsse, damit ich rechtzeitig ankomme und die Immatrikulation fürs nächste Semester schaffe. Ich beantragte mein Visum, das etwa 80 Dollar kostete, und da ich versehentlich vergessen hatte mich woanders zu bewerben, legte ich mich komplett auf Thailand fest. 

Das bedeutete, dass ich USA in nur zwei Monaten für die nächsten zwei Jahre verlassen würde.

Ich recherchierte ihn ausführlich und fand heraus, dass er einige interessante Publikationen in meinem Studienfach veröffentlicht hatte, seine E-Mail war auf der Webseite der Universität als legitim gekennzeichnet, ABER sein LinkedIn Kontoname hatte ein zusätzliches T, was mich misstrauisch machte. Ich konnte diese Angst nie ganz zerstreuen, aber schließlich hörte ich auf, darüber nachzudenken und machte weiter.

Als nächstes schaute ich mir den Sexhandel an. Was, wenn diese ganze Universität nur ein Sexhandelsring war,

der Anzeigen auf Stipendienseiten schaltete, um Frauen zu entführen? Die Universität hatte eine eigene Wikipedia-Seite und eine ziemlich seriöse Webseite und sie war auf Google Maps mit vier verschiedenen Standorten eingetragen, also dachte ich es sei sicher, dass sie als Bildungseinrichtung existiert. ABER was, wenn mein Professor in der Sexhandelsbranche tätig sei und die Universität nichts davon weiß ODER er sich in die E-Mail eines legitimen Professors gehackt hat, um mich zu entführen???? 

Ich recherchierte ihn ausführlich und fand heraus, dass er einige interessante Publikationen

in meinem Studienfach veröffentlicht hatte, seine E-Mail war auf der Webseite der Universität als legitim gekennzeichnet, ABER sein LinkedIn Kontoname hatte ein zusätzliches T, was mich misstrauisch machte. Ich konnte diese Angst nie ganz zerstreuen, aber schließlich hörte ich auf, darüber nachzudenken und machte weiter.

 

 

Fortsetzung folgt.....

Charissa Enget

Hallo, ich bin Charissa.
Ich bin von den Vereinigten Staaten nach Thailand
umgezogen, um meinen Masterabschluss zu machen,
Ich bin das Mädchen, das von Thailand fasziniert ist.
Ihr könnt mehr über mich auf mein Blog lesen

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