Das kann doch nicht sein, es sind doch noch 6 WochenLudwigsburg, Deutschland - WirSindDu

ARBEIT + LEBEN

Spanien? Italien? oder ganz neue Wege?

das kann doch nicht sein, es sind doch noch 6 Wochen

sagte schon meine Mutter kurz vor meiner Geburt und damit war der Pfad gelegt: Immer früher als alle anderen!
Tatsächlich war ich aufgrund eines „Zahlendrehers“ zu früh im Kindergarten, aufgrund meines Geburtsdatums (4 Tage vor dem Stichtag) auch in der Schule der Jüngste, aufgrund eines älteren Bruders bereits 2 Jahre vor allen anderen bei Kommunion und Firmung, aufgrund einer Änderung der Firmenpolitik (wir stellen jetzt auch zum ersten Mal Realschüler ein..) der jüngste Bankauszubildende einer deutschen Großbank und wahrscheinlich aufgrund dieser ganzen Dinge auch später jüngster Bankdirektor Deutschlands, jüngster Filialleiter in der Bank in der ich arbeiten durfte, jüngstes Mitglied der Geschäftsleitung und vor ein paar Jahren auch dann fast einer der jüngsten Privatiers und am Ende meines beruflichen Werdegangs.

Aber nun der Reihe nach

denn eigentlich wollte ich ja Banker oder Florist werden. Die Probearbeiten bei meinem bevorzugten Blumenladen, fand allerdings an einem Totensonntag und auf dem Friedhof statt. Beides führte mich tatsächlich direkt in die Arme einer großen deutschen Bank. Die Ausbildung lies mir genug Zeit meiner Leidenschaft, dem Fußball, die notwendig Trainingszeit für die dritthöchste Liga in Deutschland zu widmen, dachte zumindest ich….
Nach einer, nur der Note nach und für mich, befriedigenden Zwischenprüfung, musste ich mich nach einem sehr intensiven Gespräch entscheiden: Fußball oder die Ausbildung – ich blieb bei der Bank und sagte dem Sport komplett „Lebewohl“ – 35kg später wusste ich das diese Entscheidung etwas zu radikal war.

Wie macht man in einem Konzern Karriere?

Ich entschied mich gegen die Variante des 16 Stundentages und wurde der Experte in der Nische. Ja es ist heute schwer vorstellbar, aber als erster Mitarbeiter der einen Computer (Marke Schneider für alle meines Jahrganges 😉 zu Hause hatte und ihn daher leidlich bedienen konnte, wurde ich der Experte für Electronic Banking.
Nun durfte ich die großen Firmen und Konzerne beraten, was für ein Unterschied zu dem Bankberuf, den ich gelernt hatte. Keine Schaltertätigkeit, keine Sparpläne und keine Ein- oder Auszahlungen auf Sparbücher. Ich lernte schnell, was überall gebraucht wurde: Menschenkenntnis und Freude an dem, was man tut.

Die Geburt unseres ersten Sohnes war das Signal

für den ersten Wechsel – Homeoffice, freie Zeiteinteilung, Dienstwagen, Mobile Phone und ein Notebook waren zu viel als dass man es ablehnen hätte können. Ok, es war auch etwas Zufall und Glück dabei, aber dort war ich recht schnell sehr weit gekommen und durfte nun Filialen leiten, große Einheiten motivieren und zum Erfolg führen.
Nach weiteren 3 Kindern – und einigen Karriereschritten – war ich nun in der Geschäftsleitung angekommen und das „Banking“ und insbesondere das „Führen“ von sehr vielen Menschen brachte unglaublich viel Spaß und Anerkennung. Coachen von Führungskräften, Mentoring und immer wieder Firmen mit spannenden Ideen, Investitionen oder auch Herausforderungen, welche ich beraten und unterstützen durfte.

Nun – die Finanzkrise änderte diese Branche

und zu Beginn empfand ich die nunmehr eher nach innen gerichteten Aufgaben auch sehr bereichernd und spannend. Wie richtet man das Geschäftsmodell neu aus, welche neuen Regeln können wie eingehalten werden, wie erreicht man die richtige Größe und am Wichtigsten: wie kann man dem Unternehmen und den Mitarbeitern gerecht werden?
Nach einiger Zeit waren die ersten großen Veränderungen erledigt, aber die Schwerpunkte blieben weiterhin die Gleichen. Ein gutes Gespräch später war mir klar – Zeit für etwas Neues. Ein ganzes Jahr nicht arbeiten zu „dürfen“ ist Luxus und hat unsere Familie anstatt geplant nach Italien, ungeplant nach Mallorca geführt. Dort haben wir uns in eine Immobilie verliebt, von der wir uns, auch wieder ungeplant, nicht mehr trennen konnten.

Geplant konnte ich nach diesem Jahr mit meiner Zukunft

als selbständiger Business Coach beginnen und ebenfalls als Consultant in strategischen Projekten für Banken und Unternehmen wirken.
Inzwischen bin ich 51 Jahre, Opa, fahre mit Begeisterung E-Bike und feiere noch dieses Jahr meine „Silberne Hochzeit“
All das ist toll, aber richtig toll ist alles das, was an geplanten und insbesondere auch ungeplanten Dingen in der Zukunft passieren wird.

Ich freue mich darauf!

Jürgen N.

Jürgen N.

D+J Consult

D+J CONSULT

Daniela + Jürgen Nedvidek Schenkendorfstr. 31 71636 Ludwigsburg
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